Watergate-Affäre
1972–1974
Das Ereignis im Detail
Als Watergate-Affäre (Watergate-Skandal) (oder kurz Watergate) bezeichnet man, nach einer Definition des Kongresses der Vereinigten Staaten, zusammenfassend eine Reihe von gravierenden „Missbräuchen von Regierungsvollmachten“, die es während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten Richard Nixon (20. Januar 1969 bis 9. August 1974) gab. Ihren Ausgangspunkt hatte die Affäre im Einbruch in das Hauptquartier des Democratic National Committee im Watergate-Gebäudekomplex in Washington, D.C. am 17. Juni 1972. Die Täter standen mit Nixons Wiederwahlkampagne in Verbindung und versuchten, Abhörtechnik zu installieren sowie Unterlagen zu fotografieren. In der Folge bemühten sich Nixon sowie Mitarbeiter seiner Regierung und seines Wahlkampfteams, die Hintergründe des Einbruchs und die Verwicklung seines Umfelds zu vertuschen.
Die Offenlegung dieser Missbräuche verstärkte in den USA massiv eine durch den Vietnamkrieg ausgelöste gesellschaftliche Vertrauenskrise gegenüber den Politikern in Washington und führte schließlich zu einer schweren Verfassungskrise. Nixon trat am 9. August 1974 – als bisher einziger Präsident in der US-Geschichte – von seinem Amt zurück; er kam damit einer drohenden Amtsenthebung (Impeachment) zuvor. Die Aufdeckung der Watergate-Affäre ist vor allem den Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein zu verdanken.
