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Untergang des Weströmischen Reiches

476

Untergang des Weströmischen Reiches

Das Ereignis im Detail

Der Untergang des Römischen Reiches im Westen ist ein viel diskutiertes Thema der Altertumswissenschaft. Es geht dabei um die Gründe für den allmählichen Niedergang des westlichen Reichsteils, der mit der Absetzung des weströmischen Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 (bzw. mit dem Tod des letzten von Ostrom anerkannten Kaisers Julius Nepos im Jahr 480) endete, wobei höchst unterschiedliche Theorien entworfen wurden und werden. Zentral ist hierbei vor allem die Frage, ob primär innere Faktoren (z. B. strukturelle Probleme, angebliche Dekadenz, religiöse und soziale Umbrüche, Bürgerkriege) oder der Druck durch äußere Angreifer (Völkerwanderung, Germanen, Hunnen, Perser) für den Niedergang des Reiches verantwortlich zu machen sind. Die Frage nach dem Untergang des Römischen Reiches ist eng verknüpft mit den Wandlungsprozessen der Spätantike sowie der Definitionsfrage um das Ende der Antike.

Die Osthälfte des Römischen Reiches überdauerte den Zusammenbruch des weströmischen Kaisertums. Sie durchlief als Byzantinisches Reich mehrere Transformationen und fand erst 1453 mit der Eroberung Konstantinopels durch Sultan Mehmed II., bei welcher der letzte oströmisch-byzantinische Kaiser Konstantin XI. den Tod fand, ihr Ende.

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